Ich brauche Ihre Meinung! – Sind Online-Auktionen für Handwerker Zeitverschwendung oder Geschäftschance?

von Jürgen Bürkel am 3. September 2010

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Haben Sie es auch gelesen? Nach einer aktuellen Studie soll das Handwerk gute Chancen für Geschäfte im Internet sehen. Themen wie Soziale Netzwerke, E-Learning und B2B-Communities würden in diesem Zusammenhang die meiste Bedeutung beigemessen. Weniger interessant sei dagegen – unter anderem – das Thema Online-Handwerker-Auktionsplattformen, kurz Handwerker-Auktionen genannt.

Wir haben hierzu eine kurze Umfrage für Sie vorbereitet, deren Analyse wir Ihnen demnächst in diesem Blog präsentieren.

Das Prinzip von eBay ist wohl allen bekannt: Wie bei allen Auktionen, auf denen man etwas erwerben möchte, bekommt bei den Versteigerungen der Meistbietende den Zuschlag – und muss dann auch kaufen.

 

Das Prinzip der Handwerker-Auktionen im Internet scheint sich auf den ersten Blick nur durch einen wesentlichen Punkt zu unterscheiden: Wer für die Ausführung eines angebotenen bzw. ausgeschriebenen Auftrags den geringsten Lohn fordert, darf diesen auch ausführen.

Doch halt, das stimmt nicht immer: Der potenzielle Auftraggeber hat bei den meisten Auktionsportalen letzten Endes die freie Wahl, sich unter den „Bewerbern“ für denjenigen Handwerker zu entscheiden, dessen „Gesamtbild“ ihm am Besten gefällt – und das ist eine Mischung aus gefordertem Preis, bisher auf dem jeweiligen Portal für bisher ausgeführte Arbeiten erhaltenen Bewertungen und allen anderen über ihn bekannten Kriterien wie Standort, nachgewiesene Qualifikation etc.

Stellt sich die Frage:

Lohnt sich denn die Mühe, sich um Aufträge in diesen Auktionsportalen zu „bewerben“?

Wenn ja: für wen?

Aus meiner Sicht ist das in größerem Umfang nur für Kleinstbetriebe des Handwerks sinnvoll, die – abgesehen von eigenen Aktivitäten im Internet – keine Werbung in sonstigen Medien wie Tageszeitungen etc. bezahlen können und aufgrund ihrer Strukturen oft kurzfristig agieren (können und müssen), um ihre Existenz zu sichern. Für die etwas größeren Betriebe kann dies meiner Meinung nach ein Zubrot aus dem für sie ohnehin nötigen Ansprachemix sein.

Wie sehen Sie das? Bieten diese „Rückwärtsauktionen“ Ihnen eine Geschäftschance?

Sie können uns Ihre Erfahrungen natürlich auch direkt als Kommentar zu diesem Beitrag schildern.

PS: Einen Test mit mehreren Handwerker-Auktionsplattformen finden Sie im Internet: http://www.getestet.de/handwerker-auktionen-vergleich

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Carol Höhnisch September 6, 2010 um 16:54

Das gegenseitige Unterbieten führt zu einer Preisabwärtsspirale, die nicht in unserem Interesse als Handwerker ist. Wer seine Zeit für immer weniger gewinnträchige Aufträge opfert, statt sie in Weiterbildung oder Pflege von Kunden, die das verdienen, zu stecken, degradiert sich selbst zum austauschbaren Billig-Schrauber. Die Alternative wäre ein besseres Mit- statt ein noch billigeres Gegeneinander der Handwerker. Oft bekommen Kunden die Leistungsqualität, die sie mit ihrer Billigsuche provozieren. Dann ist das Geschrei groß – dabei ist es im Interesse eines Bauherren, der Garantieansprüche geltend machen möchte, daß die ausführende Firma das Geschäftsjahr auch überlebt.

Harald Grymlas September 6, 2010 um 17:30

Netzwerk ja, Aktionsportale nein!
Das Ost – Westgefälle der Löhne macht es ohnehin schon schwer Ausschreibungen für sich zu gewinnen. Bei Auktionen kann unter Berücksichtigung von Material und Leistung nichts Gutes rauskommen. Bei dem Preiskampf wird entweder minderwertiges Material angeboten oder für Null gearbeitet. Ich brauche keine Aufträge nur um Arbeit zu haben und noch Geld mitzubringen.
Die Angebote können einfach nicht von Fachkäften zu dumping Preisen ausgeführt werden.
Ich halte das sogar für unserriös.

Klein Hans-Jürgen September 6, 2010 um 19:23

Für Handwerkerauktionen (und darüber hinaus) sollte ein System geschaffen werden, damit der zweitgünstigste den Zuschlag bekommt, denn dann muss von jedem Anbieter ein realistisches, faires Angebot erstellt werden und nicht nur billig, billig. Als Nebeneffekt würde der Anbietende vor sich selbst geschützt, damit er sich durch unrealistische Angebote nicht selbst schädigt.

Esser September 6, 2010 um 20:22

Für Kleinaufträge

Jörg Tuguntke September 7, 2010 um 07:35

Gutes Material kostet Geld.
+ Gutes Werkzeug kostet Geld.
+ Gutes Personal kostet Geld.
= Gute Leistung kostet Geld.

Für einen Kundenstundensatz von 20 € kann ich keinen Gesellen oder Fachmann schicken, der selbst 17€ Stundenlohn hat.
Gute (freie) Fachkräfte sind fürs Handwerk rar. Will ich einen bekommen und auch noch behalten, geht das oft nur über GELD.
Allerdings: Der Preis wird am Markt gemacht !

Klar, ich würde mir wünschen meine MA würden nur die Hälfte “kosten”. Aber ich möchte sie behalten, also muß ich auch dafür sorgen, daß sie nicht um 17:00 ihren 2. Job oder die “S”-Arbeit beginnen.

Wer glaubt mit immer weniger Ertrag auszukommen, hat irgendwann gar keinen mehr.

mfg tugu

Simon Möbeltischlerei September 7, 2010 um 07:48

Wir sind ein Unternehmen,welches als Einzelunternehmen seit 1883 im Familienbesitz produziert und auf dem individuellem Innenausbau und mit Einzelherstellung von kundengerechten Möbeln sich auf dem Markt, mit 10 Mitarbeitern in der Produktion, beweisen muß.
Mit niedrigem Lohngefüge, welches jedoch gegenüber anderen handwerklichen Preisneveau dennoch niedrig ist, kann man keine guter Arbeit leisten.
Eintagesgeschäfte und preisgünstige Einbauten e.c.sind für ein Unternehmen auf Dauer kein guter Grundsatz.
Gute Arbeit und in dem Zusammenhang weiter empfohlen zu werden, sind für uns Grundsätze unserer langjährige Tätigkeit.
Solide handwerkliche Arbeit hat seinen Preis und wenn wir unsere Leistung im Internet mit anbieten würden, bekämen wir keine Aufträge.

Thoma, HEinz-E. September 7, 2010 um 08:20

Als Handwerker sind wir immer “Einzelfertiger”. SIe gehen ja auch nicht hin und bestellen ein Stück Auto…. d.h. für uns bestimmen Faktoren wie Einbauort, Einbausituation, bauliche Gegebenheiten, Kundenvorgaben u.ä. maßgeblich den Angebotspreis.
Wenn man dies alles außer Acht lassen könnte, z.B. bei einem reinen Liefergeschäft, dann ist es sicherlich möglich, eine Auktion zu betreiben. Daoch dann frage ich mich, wozu ich einen Meisterbrief benötige, eine fachliche Qualifikation und ständige Weiterbildung betreibe, wenn ich nur über den kleinsten Preis meine Kunden kriegen kann?
WIr verstehen uns als Dienstleister und nicht als Discounter, wie bemühen uns, unsere Leistungen eben nicht vergleichbar zu gestalten, um den Mehrwert zu generieren, der nachher als Gewinn im Unternehmen steckt. Glaubt jemand ernsthaft, dass man mit geringsten Gewinnmargen als Kleinbetrieb durch Auktionsgeschäfte im Kleinvolumen ähnliche Gewinne erwirtschaften kann wie Amazon und Co durch ihr schieres Volumen? Außerdem habe ich keine Lust, durch Preisgabe von Know-How, auch durch detaillierte Produktbeschreibungen, meine Wettbewerber, die dann locker unterbieten würden, schlau zu machen.
Das Internet als Imagepflege, Kommunikationsplattform, als CRM-Hilfsmittel gerne, aber nicht als Preisdumper.

Uhlmann September 7, 2010 um 08:43

Der Verkäufer bestimmt den Preis, nicht der Auftraggeber!

Schauen wir uns doch die Milchbauern an, anstatt vor dem Reichstag die Milch sinnlos auszukippen, bräuchten die doch nur den Preis zu verlangen, den es braucht um gut davon leben zu können, oder?

Für diejenigen die keine Ideen mehr haben und keine eigene Zielgruppe haben, wird das Portal der einzigste Strohhalm sein, dass denke ich auch.
Mehr darüber unter http://www.erfolgshandwerker.de

Michael Käßler September 7, 2010 um 10:18

Blöder Test. Wenn ich bei der ersten Frage “nein, nie” anklicke, kann ich schlecht bei der zweiten Frage irgendeine Prozentzahl angeben, wenn diese mehr als “Null” ist. Ohne Anklicken geht aber der Test nicht weiter. Ich war gewillt, bei der Umfrage mitzumachen. Aus dem genannten Grund ging das nun leider nicht.
mfg

Volker Neumann September 7, 2010 um 10:24

@Michael Käßler Vielen Dank für Ihren Hinweis. Wir haben die Umfrage geändert, so dass eine Beantwortung der Frage 2 nicht mehr zwingend erforderlich ist.

Körner September 7, 2010 um 11:08

Gute Arbeit hat seinen Preis . eine Leistung billig anzubieten, kann sich der Handwerker nicht leisten. Im Endeffekt hat dann auch der Kunde das nachsehen, denn wer bilig kauft, kauft zweimal !

Bernhard Köhler September 7, 2010 um 11:15

Die Frage , ob es sich lohnt, ist irrelevant ( für wen lohnt es sich – bestimmt immer nur für Einen).
In einer Gesellschaft, die sich Kapitalismus nennt (“soziale Marktwirtschaft” ist Demagogie und
Verdummungsstrategie) , kann es nur um ein Thema gehen, welches KAPITAL heißt – und
vom Kapital (Geld) ausgeben, ist meines Wissens noch keiner reich geworden!
Wer denkt, er muß es machen, der soll es tun.

Norbert Dongowski September 7, 2010 um 15:23

Das Geschrei ist riesen groß, aber man sollte nicht alles auf die Kunden und das Ost- Westgefälle schieben
Man sollte sich lieber die Verursacher für solch ein Preisdamping vornehmen und diese sind ganz klar die Medien! und unser Vater Staat!
Wenn wir im Ausland arbeiten wollen, Luxenburg, Frankreich usw. muss man erst deren Vorgaben erfüllen.
Bei uns kann jede ausländische Firma schaffen, wir müssen und bezahlen unsere Handwerker nach Tariflohn. Kommt eine polnische Maurerfirma die hat einen Stundenlohn von 5- 7 € unsere Handwerker haben einen Stundelohn von 12- 15 €
Dazu kommen noch die Medien, man schlage die Zeitung auf und dort steht man muß verhandeln, verhandeln wie auf einen türkischen Basar. Fragen sie mal Ihren Zeitungsverleger ob sie das Monatsabo auch zum halben preis bekommen. Dann wird geschrieben, wenn sie vom Handwerker ein Angebot bekommen hat der schon 10% raufgeschlagen um davon ein Nachlass zu geben. Dabei kann sich das heute keiner mehr erlauben,da er sonst schon beim ersten Vergleich verloren hat.
Man sollte sich fragen warum das Handwerk solche schlechte bzw. keine Lobby hat.
Wir sollten uns mal langsam einig werden, dass auch ein Kostenvorentwurf, Angebot oder Vorschlag Zeit und somit auch Geld Kostet. Fragen sie doch mal ihre Kunden wie viele Stunden oder Wochen sie für ihren Arbeitgeber im Monat bzw. im Jahr umsonst schaffen.

es gibt hierzu eine gute Aussage von John Rustin

DAS GESETZ DER WIRTSCHAFTLICHKEIT

——————————————————————————–

Es ist unklug, zu viel zu bezahlen,
aber es ist gefährlich, zu wenig zu bezahlen.

Das Gesetz der Wirtschaft verbietet es,
für wenig Geld viel Wert zu erhalten.

Wenn man zu viel bezahlt,
verliert man etwas Geld, das ist alles.
Wenn man dagegen zu wenig bezahlt,
verliert man manchmal alles,
da der gekaufte Gegenstand die ihm
zugedachte Aufgabe nicht erfüllen kann.

Nimmt man das niedrigste Angebot an,
muss man für das Risiko, das man eingeht,
etwas hinzurechnen. Und wenn man dies tut,
so hat man auch genug Geld,
um für etwas Besseres mehr zu bezahlen.
John Rustin

Josef Haugg September 8, 2010 um 09:49

Handwerkliche Auktionen mitzumachen heisst für mich, Schweine mit Perlen füttern.
Ich frage mich, warum ich meine Qualifikation erworben und gepflegt und ständig erweitert habe, wenn ich damit bei Auktionen gegen geistige und preisliche Tiefflieger antreten soll.
In den Anfragen ist meist keinerlei Qualifikation gefordert, die Leistungsbeschreibung ist mangelhaft
oder fehlt ganz, das geforderte Ergebnis schwammig – eine ordentliche Kalkulation ist also nicht möglich. Ich persöhnlich werde mir dafür keine Zeit nehmen
Es gibt m.E. schon genügend Probleme mit Web-Hoppern, die sich über (kostenlose) Beratungstermine mein geistiges Eigentum aneignen wollen um dies dann gegenüber ihren billigen Auftragnehmern zu verwenden, oftmals um deren Leistung noch billiger oder gar kostenlos zu erhalten.
Auftragsnehmer in diesem Level haben meistens weder eine berufliche noch kaufmännische Qualifikation, arbeiten oftmals handwerksrechtlich illegal und haben somit keinen rechtlichen Rückhalt

Guntram Stadelmann September 9, 2010 um 14:38

@Josef Haugg Ich bin begeistert von der bisherigen Resonanz auf die Umfrage meines Kollegen Jürgen Bürkel. Interessante Aussagen sind da zu lesen. Mit Ihrer Sichtweise, Herr Haugg, treffen Sie augenscheinlich weitestgehend den Tenor Ihrer Branche. Was ich mich nun frage: Irgendwo müssen die zahllosen Auftragnehmer bei den Auftragsbörsen ja herkommen? Es wäre also interessant zu erfahren, was hier ein Handwerker – selbstverständlich mit entsprechender beruflicher Qualifikation -, der beispielsweise “MyHammer.de” intensiv nutzt, aus seinem Erfahrungshorizont zu berichten hätte. Oder aber scheuen diese Nutzer davor, ihre Ansichten extern kund zu tun?

Strehlow Raumausstattungen September 10, 2010 um 09:10

Diese Portale sind der Untergang der Handwerkskunst. Man muß sich erst auf einen Sessel setzen um zu “ersitzen” ob das Polster erneuert werden muß. Bei den Preisen kann man gar nicht normal kalkulieren, geschweige denn Lehrlinge ausbilden.
In diesen Portalen kann keine ordentliche Leistung erbracht werden. Selbst bei sog. qm Preisen wie zum Beispiel Wände streichen, ist auch die Qualität der Ware/Farbe für die Leistung ausschlaggebend. My Hammer ist ja mit seinen neuen AGB´s die ober Abzocke.
Schlimm ist, das mangelhafte Leistungen auf das Gesamthandwerk zurückfallen.
P.S.: Einen Vorteil haben die Portale. Ich habe als Sachvertständiger mehr zu tun.

Jürgen Bürkel September 13, 2010 um 07:57

@Norbert Dongowski: Ein sehr treffendes Zitat. Wer spekuliert hat Geld, mit dem er dies tun kann. Er riskiert aber auch, es zu verlieren. Trifft unsere allgemeine Situation in Zeiten der andauernden Finanz- und Wirtschaftskrise wunderbar. Die ist schließlich auch durch Spekulationen von Leuten mit Geld ausgelöst worden. Allerdings mit dem Geld anderer. Mein Dank an dieser Stelle auch an alle anderen Kommentatoren für Ihre Beiträge! Wir werden das Thema weiterverfolgen und das Ergebnis der Befragung demnächst veröffentlichen. Sie hören von mir!

michael pramann September 16, 2010 um 18:31

Geiz ist geil. Dies ist leider ein immer weiter verbreitetes Motto in diesem Lande.

Wie aber bekommt man es aus den Köpfen wieder heraus?

Thomas Haller September 16, 2010 um 19:17

Für uns dienen diese Portale nur als Werbung. So haben uns schon einige Kunden direkt Kontakt zu uns aufgenommen. Auftraggeber mit gehobenen Ansprüchen suchen nur nach guten Handwerkern, der Preis ist dabei sekundär. In letzter Zeit gibt es immer mehr Auftraggeber die beste Qualität für wenig Geld suchen. Wir reparieren anschließend für teures Geld..

Bergholz September 20, 2010 um 05:39

Damit kann man kein Geld verdienen.Die da nur Verdienen sind die Portale selber.Und wenn ich sehe das manche für 8 bis 10€ h gehen da geht einen die Hutschnur auf.Das geht nicht mit rechten Dingen zu.Das ist kein wunder das wir in die Krise stecken.Die Wirtschaften sich alle selbst kaputt.Mann musste auch für Selbständige ein Mintestlohn einführen!Aber das klappt ja noch nicht einmal bei Arbeitnehmer.Desweiteren ist noch die Zahlungmoral der Kunden, das ist das nächste Problem.Darüber müsste man auch eine Umfrage starten.Wenn ich das sehe wie die Rechnungen bezahlt werden kann aus Deutschland nichts werden.

MfG Bergholz

Michael Tyssen Oktober 9, 2010 um 09:24

Ich möchte mir hier erlauben, nicht nur zu meckern sondern auch ein Alternative zu bieten. Ich denke schon lange darüber nach, mit meiner Plattform einen größeren Nutzwert anzubieten.
Es gibt genug potentielle Kunden die im Internet Baustoffe entdecken, aber keinen Handwerker finden. Ich würde da gerne Handwerksfirmen vermitteln. Die müssen sich nur in den http://www.baulister.de eintragen. Das wäre ein richtiger Weg!

Gruß
Michael Tyssen

mariuschristian Januar 17, 2011 um 09:04

Die andere Seite – von einem Geschaeftsfuehrer einer anderen Branche, der oefters private Handwerksarbeiten vergibt:
Wenn es nicht…
…manchmal unheimlich muehsam waere ueberhaupt jemanden zu bekommen, der sich die zu machenden Arbeiten einmal anschaut und ein nachvollziehbares Angebot abgibt
…so viele Handwerker gaebe, die auf neugierige Nachfragen oder Ideen mit “haben wir schon immer so gemacht” reagieren
…so viele Handwerker gaebe die auf Hinweise zu mangelnder Ausfuehrung / Qualitaet mit “das muss so” reagieren
…so viele Handwerkler gaebe, die vielleicht tatsaechlich vor Jahr(zehnt)en eine Meister gemacht haben, aber seitdem alle technischen Entwicklungen ignoriert/verpasst habe
…so viele Handwerke gaebe, die den Auftrag moegen, aber Kunden als eine Zumutung empfinden und ihn das auch spueren lassen

Dann, ja dann waeren die Handwerksportale zum Scheitern verurteilt.

Aber so kann mich den besten (nicht billigsten) Anbieter aussuchen, von Firmen die tauge. Dabei bevorsuge ich Firmen mit netter Kontaktaufnahme, die anbieten sich die Situation anzuschauen oder mich bitten (effizienter) Fotos zu senden etc.

Ich fand guenstige Firmen mit guter Ausfuehrung. Sicher kein Allheilmittel, sicher keine Garantie fuer gute Handwerker oder gute Ausfuehrung, aber ein Versuch die Probleme der Branche anzupacken.

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