Kennen Sie den? Da fragt eine Anwenderin die IT-Hotline: „Wenn ich einen Film auf meine Diskette speichern möchte, kommt die Meldung, dass auf der Diskette nicht genügend Speicherplatz vorhanden sei. Dann versuche ich es mit ‘Verknüpfung speichern’ und plötzlich ist der Film auf der Diskette und ich kann ihn mir auf meinem PC anschauen. Wenn ich die Diskette aber mitnehme und mir den Film am PC meines Freundes ansehen möchte, kommt die Mitteilung ‘nicht gefunden’. Wie kann das sein?“
Meint die IT-Hotline: „Sehr geehrte Anwenderin! In Ihre Handtasche passt Ihr Pelzmantel einfach nicht rein. Ein Zettel aber, auf dem vermerkt ist, dass Ihr Pelzmantel im Schrank hängt, passt in jedem Fall in Ihre Handtasche. So lange Sie diesen Zettel zu Hause lesen, finden Sie Ihren Pelzmantel im Schrank. Schwieriger wird es, wenn Sie Ihren Freund besuchen und Sie dort den Vermerk auf Ihrem Zettel lesen. Dann können Sie im Schrank Ihres Freundes suchen, so lange Sie wollen – Ihren Pelzmantel werden Sie dort nicht finden.“
Zur Auflösung:
Handtasche = Diskette
Pelzmantel = Film
Zettel = Verknüpfung
Schrank = PC
Verstehen Sie mich nicht falsch! Es ist zunächst einmal völlig egal, ob besagter Anwender in dieser Geschichte nun weiblich oder männlich ist. Statt Pelzmantel und Schrank dürfen Sie sich gerne auch das Sportcabriolet und die Garage denken
. Und weil Floppy Disks inzwischen flächendeckend ihren Platz in den IT-Antiquariaten erhalten haben, rücken an ihrer statt wohl eher die CD-ROM, der USB-Stick oder die externe Festplatte.
Was will Ihnen Ihr Blogger damit sagen? Mit der Datenflut steigt in jedem Unternehmen auch deren Komplexität. Physikalisch im Unternehmen bereitgestellt, beanspruchen die Implementierung, Verwaltung und Administration von Services, Soft- und Hardware zum Teil erhebliche Ressourcen. Toi, toi, toi, bietet uns die „Cloud“ (so pflegen längst nicht mehr nur Informatiker die Dienste über das Internet zu nennen) die Möglichkeit, nahezu alle diese Tools in Echtzeit flexibel und an jedem Ort „aus der Wolke“ zu beziehen.
Gerade für kleine und mittelgroße Unternehmen kann Cloud Computing im Kampf um eine starke Wettbewerbsposition tatsächlich DAS große technologische Ding der Zukunft sein. Um so mehr verwundert es mich, dass sich nach wie vor kaum plausible, weil knappe, Definitionen dieses Technologiephänomens finden. Der Web-Experte Simon Wardley beispielsweise benötigt – in englischer Sprache und mit durchaus der einen oder anderen Versinnbildlichung – insgesamt 14 Minuten!, um auf den Punkt zu kommen.
Ich mag Cloud Computing am Beispiel der Organisation bzw. Verwaltung von Daten wie folgt definieren: „Aus der Wolke“ heißt
- Informationen werden zentral im Internet gespeichert und nicht zum Beispiel auf dem Laufwerk Ihres Arbeitsplatz-Computers.
- Die dafür notwendigen Speicher bzw. Rechenkapazität stellt Ihnen der Cloud-Dienstleister zur Verfügung. Und der übernimmt gleich auch noch die sichere Administration und Verwaltung Ihrer Daten.
- Im Rechenzentrum dieses Dienstleisters ist unterbrechungsfreie Stromversorgung jederzeit gewährleistet.
- Sie können von jedem Endgerät, über das sich eine Verbindung mit dem Internet herstellen lässt – etwa Ihr Smartphone – ortsunabhängig auf die Informationen zugreifen.
Haben Sie Blut geleckt und würden gerne Umfassenderes darüber erfahren, wie auch Sie Ihren Pelzmantel mühelos in jedem beliebigen Schrank wiederfinden? Dann könnte diese Sendung hier das Passende für Sie sein:
Sie wurde im Rahmen des Studios Mittelstand auf der diesjährigen CeBIT aufgezeichnet und u.a. von den Experten des BITKOM begleitet.




















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