Klassische Kommunikation, R.I.P.

von Guntram Stadelmann am 2. Dezember 2010

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Das traditionelle Sender/Empfänger-Modell, in dem die Rollen bei der Informationsvergabe klar zugeteilt sind, hat im heutigen Tagesgeschäft weitestgehend ausgedient. An ihrer statt machen wir – dem modernen Web sei Dank – mehr und mehr von der Möglichkeit Gebrauch, zeitnah und schon mit wenig Aufwand unsere Gedanken, Pläne und Aktivitäten mit der ganzen Welt zu teilen.

Eine Kostprobe:

  • Bei XING, Facebook, usw. zeigen wir unsere Interessen und Kompetenzen von der Schokoladenseite,
  • wir nutzen YouTube, MyVideo, usw., wenn es uns um wahrhaft „bewegte“ Momente geht,
  • in Flickr, Picasa, usw. bilden wir längst mehr ab als nur Schnappschüsse,
  • dank Foursquare, Gowalla (bisher jeweils nur auf Englisch), usw. wissen wir immer, was um uns herum gerade „hip“ ist,
  • Twitter erlaubt es uns, Kurznachrichten nun auch online um den Erdball zu simsen,
  • mit Google Street View (via Google Earth) erkundigen wir die größten Städte Deutschlands virtuell, also ohne dass wir uns dabei real vor Ort begeben müssten.

Ich gestehe: Auch wenn man tagtäglich irgendwie, irgendwo, irgendwann mit diesem Thema zu tun hat, so ist es doch nicht immer einfach, den Überblick zu behalten. Denn wenn der Slogan „Heute ist morgen schon gestern“ auf eine Entwicklung ganz besonders zutrifft, dann für das Internet. Will heißen: Kontinuierlich sprießen neue Dienste des Web 2.0 und semantische Relationsmechanismen im Web 3.0 aus der Wolke. Und mit ihnen fortwährend neue Möglichkeiten, hier unsere eigene, individuelle Duftmarke zu hinterlassen.

Nun bin ich beileibe kein Fachmann der ersten Stunde auf diesem Gebiet. Und schon gar kein „Social-Media-holic“. Aber ich nutze doch zumindest ausgewählte Kanäle regelmäßig und zielgerichtet. Denn wenn Gespräche mit IT- und Webexperten eines deutlich zutage fördern, dann doch dieses: Selbst die betörendste Duftmarke im Internet hat keinen Wert, wenn sie nicht genutzt wird!

In Zusammenarbeit mit dem Softwareunternehmen DATEV ist dieser Tage ein Whitepaper entstanden, das sich genau dieser Sache widmet. Gerade wenn Sie „Neuling“ auf diesem Gebiet sind, könnten die hier zusammengefassten Richtlinien für Sie mehr als nur ein guter Einstieg in das Thema sein.

Sind Sie an sämtlichen dieser Richtlinien interessiert? Dann empfehle ich, direkt diesen Link zu nutzen und das Whitepaper anzusteuern. Acht, wie ich finde, besonders markante Orientierungshilfen habe ich – um es mit Jean Pütz’ Worten zu sagen – hier „schon mal für Sie vorbereitet“:

1.   In Bezug auf Strategie und Management

  • Wie in allen anderen Belangen auch, so sind auch in puncto Social Media klare Ziele und Verantwortungen für die relevanten Unternehmensbereiche zu definieren.
  • Aktivitäten in sozialen Netzwerken sind auf Dauer auszurichten.
  • Bei Fragen oder Komplikationen steht zumindest ein kompetenter Ansprechpartner (ob nun intern oder extern) „Gewehr bei Fuß“.

2.   In Bezug auf die Nutzung des Web

  • Jeder Mitarbeiter, der dies zur Unterstützung seiner täglichen Arbeiten benötigt, hat mobil und/oder am Desktop Zugriff auf das Internet.
  • Mit Geschäftspartnern, Zulieferern, Kunden, Banken, usw. wird sich bereits auf elektronischem Wege ausgetauscht.

3.   In Bezug auf die Sicherheit der Informationen

  • Alle relevanten Mitarbeiter und Geschäftspartner verfügen über genau festgelegte Zugriffsbeschränkungen.
  • Daten sind bei der Übertragung automatisch zu verschlüsseln.
  • Sicherer Umgang ist mit Maßnahmen wie Schulungen, Workshops oder Trainings zu manifestieren.
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