Ohne Social Media würde mir in dem von mir angestrebten Berufsleben etwas fehlen

von Giulia Graf am 10. Mai 2011

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Morgens vor Beginn des Berufskollegs früher aufstehen, sich mit der Tageszeitung an den Tisch setzen und sich mit Neuem aus der Region oder der Welt auseinandersetzen kenne ich so nicht. Um Nachrichten zu lesen hilft mir Facebook. Dabei ist es mir wichtig, dass die Beiträge echte Neuigkeiten enthalten und spannend sind. Von Spielanfragen oder Einladungen zu sinnlosen Veranstaltungen hingegen sind ich und so ziemlich jeder genervt.

Mit „Hast du schon mitbekommen, dass…“ oder „Wusstest du schon das Neueste“ beginnen heute viele meiner Gespräche mit Leuten in meinem Alter (18), die auch soziale Netzwerke nutzen. Ein Großteil der Jugendlichen oder jungen Erwachsenen kennt sich mit Facebook, Twitter, YouTube und anderen Netzwerken bestens aus und ist dort registriert. Auch ich versuche mich so oft wie möglich einzuloggen, um nachzusehen, welche Neuigkeiten es gibt.

Einem Freund per Post einen Brief schicken, um zu erfahren was er am Wochenende macht beziehungsweise wo ich ihn antreffen kann? Viel einfacher ist es doch, diese Anfrage bei Facebook zu posten. Hier kann man auch lustige sowie informative Videos durch Links verbreiten und sich damit auseinandersetzen. Beiträge gelangen so nicht nur zu einer Person, sondern zu allen Nutzern der eigenen Freundesliste.

Es ist für mich auch eine kostengünstige Variante, Kontakt zu Freunden, Familie und Bekannten zu halten. Facebook etwa ermöglicht es, unter der Rubrik „Personen, die du vielleicht kennst“ Menschen zu finden und mit ihnen in Kontakt zu treten. Das soziale Umfeld wird im Idealfall intensiviert, gestärkt und vergrößert. Menschen, die ich in meiner Freizeit – zum Beispiel beim Treffen mit Freunden in der Stadt – kennen lerne, würde ich sonst vermutlich nicht so schnell wieder sehen, geschweige denn mich mit ihnen unterhalten können.

Die Begeisterung für diese Netzwerke überträgt sich auch auf die Marken – Stichwort Fanseiten. Teilt mir ein Freund einen Link über ein Produkt oder eine Dienstleistung mit, dann ist mein Reiz geweckt zu erfahren, um was es sich dabei genau handelt. Schnell wird so ein neuer Beobachter und in möglicherweise naher Zukunft ein potenzieller Konsument geschaffen. Meine bisherige Erfahrung im Social Web zeigt mir allerdings, dass Meinungen über Produkte oder Dienstleistungen auch ins Gegenteil überschlagen können. So gerät derjenige, der in Beiträgen ausschließlich oder zu oft auf Marken verweist, bei den Usern schnell in ein falsches Licht.

Meiner Meinung nach kann keiner, der Social Media regelmäßig nutzt, sagen, dass ihm nichts fehlen würde, wäre ihm der Zugang hierzu nicht mehr möglich. Ich, der ich schon bald ins Berufsleben einsteigen werde, kann mir nur schwer eine innerbetriebliche Kommunikation ganz ohne Social Media vorstellen. Ich halte es für vielversprechend, mich morgens bei Facebook einzuloggen und mich bei Fragen oder Absprachen über den Chat mitzuteilen. Telefonate, E-Mail-Kontakt oder ein kurzer Besuch wären natürlich auch möglich, jedoch würde ich persönlich das soziale Netzwerk vorziehen.

Der Einbezug sozialer Netzwerke ins Tagesgeschäft bringt Abwechslung, verfolgt jedoch – unter Berücksichtigung bestimmter Bedingungen – ganz klar auch den geschäftlichen Zweck. Unter Verantwortungsbewusstsein zum Beispiel verstehe ich, persönliche Informationen nur für mich selbst bzw. einen bestimmten Personenkreis sichtbar zu machen. Ich selbst habe mein Profil nur teilweise sichtbar, weil ich finde, es geht nicht jeden etwas an, was ich poste oder welche Bilder ich veröffentliche.

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