Datenschutz – wozu eigentlich?

von Jürgen Bürkel am 12. Mai 2011

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Während wir uns um den Schutz der Daten die Köpfe zerbrechen (lassen) und uns – nach Sony und Amazon nun auch wegen der Facebook-Lücke – ständig darüber aufregen, dass laufend neue Datenlecks breitgetreten werden, aus denen dann Geheimnisse strömen oder gesaugt werden, sieht man das andernorts in mancherlei Hinsicht ganz entspannt.

Finnland ist schon lange als Vorreiter in Sachen IT- und Online-Nutzung bekannt. Die Jüngsten machen es uns dort vor, vernetzen sie sich doch schon lange bereits als Kids in Schul-, Spiel- und Sozialen Netzwerken. Der Schutz der persönlichen Daten wird dabei sehr unterschiedlich gesehen, sowohl bei den Eltern als auch bei deren Sprößlingen. Wobei ich persönlich den Eindruck habe, dass viele Kinder von ihren sowohl sorg- als auch arglosen Eltern alleine gelassen werden, weil sie es aus den unterschiedlichsten Gründen selbst nicht wirklich im Griff haben – aus meiner persönlichen Sicht eben.

Dabei gibt es eine paradoxe Situation: Einerseits ist man in Finnland sehr auf die Privatsphäre bedacht und gibt nicht gerne „Interna“ preis. Oft genug wechselt man wenigstens als Stadtbewohner selbst mit dem direkten Wohnungsnachbarn nicht viel mehr Worte als die obligatorische Begrüßung – wenn überhaupt.

Andererseits sind Dinge – wenn auch nicht unbedingt freiwillig – öffentlich, die in Deutschland wie ein Staatsgeheimnis gehütet werden: Das Einkommen jedes Einzelnen und die darauf entrichteten Abgaben sind beispielsweise in jedem Jahr ab Ende Oktober von jedermann einsehbar, werden über die 1.000 Wohlhabendsten Finnen gar in den Tageszeitungen abgedruckt. Und Arbeitgeber können Empfänger, Zeitpunkt und die Größe eventueller Dateianhänge von geschäftlich versandten E-Mails aller Beschäftigten kontrollieren.

Alles ist also relativ. Aber egal wie dies in Finnland gehandhabt wird und wie man persönlich dazu steht: Deutsche Unternehmen unterliegen bei Datenspeicherung, Datenverarbeitung und Datenschutz deutschen Gesetzen. Und deren Vorgaben sind nicht unkompliziert im Unternehmen umzusetzen. Hilfreich ist hier die Nutzung von professionellen, auf den Bedarf Ihres Unternehmens zugeschnittenen Cloud-Computing-Angeboten. Da kümmern sich IT-Experten um Infrastruktur, Wartung, Sicherheit und Verfügbarkeit Ihrer Daten – und m. E. besser, als dies im „Nebenjob“ bei den meisten kleinen bis mittelständischen Unternehmen durch diese selbst zu schaffen ist.

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