Web Content effektiv: Bloß nicht zutexten!

von Guntram Stadelmann am 25. Mai 2012

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Was dem Wissenschaftler der Schachtelsatz, ist dem Marketer die Phrasendreschmaschine. Dem Internet Nerd ist beides ein Graus. Der scheint mir den gepflegten Text ohnedies schon weitestgehend aus dem Diesseits ausradiert zu haben. Ich halte es mit Prof. Heijnk: Audio- und Videoelemente haben ihren Platz. Doch das geschriebene Wort wird auf absehbare Zeit der Dreh- und Angelpunkt erfolgreichen Web-Publishings bleiben.

Heijnk nennt hierzu im Ratgeber „Texten fürs Web“ einige wichtige Aspekte und Sichtweisen. Beileibe ist nicht alles neu und revolutionär, was hier drin steht. Aber die eine oder andere punktuelle Spitzfindigkeit habe ich mir für meine künftige Arbeit im Netz doch in meinem deklarativen Gedächtnis gespeichert. Human Storage sozusagen.

Für heute: Nennenswertes über das „Handling“ der Website allgemein

  • Wen (Firmenlogo) und was gibt’s da (Tagline)? Das ist das erste, was uns beim Besuch einer Website interessiert. Ein aussagekräftiger Firmenclaim (etwa nextbusiness-IT – Wissen und Services für Unternehmen) kann zugleich Tagline sein. Ein abstrakter Claim wie „Be strong. Choose life“ braucht besser eine extra Tagline. Heijnk empfiehlt im Zweifelsfall den Verzicht auf einen Firmenclaim, um mehr Spielraum bei der Auswahl der Tagline zu haben.
  • Beim Scannen der Startseite eines Webauftritts konzentrieren wir uns auf die 10 bis 20 aufmerksamkeitsstärksten Wörter – die fett und groß gesetzten, etwa Überschriften.
  • Unsere Geduld beim Scannen ist endlich. Haben wir auf der Startseite nicht innerhalb etwa 15 bis 25 Sekunden gefunden, worauf zu klicken es sich lohnt, wird weggeklickt.
  • Noch vor ein paar Jahren waren die Website-Startseiten das dominierende Zugangstor. Heute sind primär die Artikel auf den Unterseiten interessant. Grund hierfür: die Suchergebnislisten bei Google und Co. sowie Empfehlungslinks in Facebook, Twitter usw.
  • Eine Webseite (Achtung! WebSITE = gesamter Internetauftritt, WebSEITE =  Einzelseite innerhalb Ihres Webauftritts) sollte nach spätestens 1,5 Sekunden geladen sein. Google hat die Ladezeit zu einem Kriterium in seinen Page Rank-Algorithmus aufgenommen.
  • Das Wichtigste auf einer (vollständig auf dem Bildschirm angezeigten) Webseite gehört nach links oben sowie ans Ende des Screens. So deuten es die Ergebnisse der Studie des Poynter-Instituts, die den Blickverlauf des Internet Users analysiert.

 Quelle: texten-fuers-web.de

  • Die maximal verträgliche Zeichenzahl je Rollbalkenseite ist 8.000. Umfassendere Texte gehören auf mehrere Seiten angelegt, um sie einigermaßen monitorgerecht anzubieten.
  • Wir wollen keine Artikel online lesen, die länger als 4 bis 5 Minuten in Anspruch nehmen. Empfehlung Heijnks: Texte größer 21.000 Zeichen grundsätzlich als Download bereitstellen.
  • Wie drückt sich die Mobile Usability einer Website aus? Zum Beispiel, indem sich, dreht man das Tablet vom Hoch- ins Querformat, der Inhalt von einer Fassung ohne Schnörkel, mit Text und mit Bild, zum Multimedia-Magazin wandelt (Bsp. Frankfurter Rundschau).
  • Im SWOT-Verfahren können wir Stärken (Strengths), Schwächen (Weaknesses), Chancen (Opportunities) und Gefahren (Threats) eines Webangebots analysieren.

Quelle: wikipedia.en

To be followed…

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